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Reise-Blog: Schwarzwald-Elsass

Sonniges Schaumbad - Den Westweg mit dem Rad oder zu Fuß entdecken

02.11.2015

Sonniges Schaumbad - Blick vom Westweg auf den Schwarzwald
Der Westweg - Breit genug für Wanderer und Mountainbiker
Kurze Verschnaufpause!
Über den Wolken! Nur die Berggipfel ragen heraus ...
Die Wolken umgeben die Schwarzwaldberge

Scheinbar schwerelos tanzt der Schaum an der Oberfläche, schwappt sanft gegen die abfallenden Wände, wird warm umschmeichelt vom Licht der Sonne. Immer im Herbst lässt sich Petrus, der Wetterbeauftragte von Gott, ein Schaumbad zwischen Schwarzwald und Vogesen ein.

Dann wird es Zeit die Höhen der Mittelgebirge im Herzen Europas zu erklimmen um dieses Spektakel mitzuerleben. Denn unten im Tal wabert der Nebel und die Temperaturen sinken stark ab, oben auf den Bergen aber ist es sonnig und warm.  13°C zeigt das Thermometer auf dem 1025 m hoch gelegenen Schliffkopf – und das Anfang November!

Für dieses Phänomen gibt es natürlich einen ganz irdischen Grund: ein Luftschicht verhindert, dass warme Luft und kalte Luft zirkuliert. So sammelt sich der kalte Nebel unter dieser Schicht und hat keine Chance sich aufzulösen, während die Luft darüber von der Sonne immer weiter erwärmt wird und eine grandiose Fernsicht ermöglicht.

Egal ob mit dem Rad oder zu Fuß, der Westweg zwischen Hornisgrinde und Alexanderschanze ist hierfür bestens geeignet. Mit dem Bike kam ich über das Wolftal auf den Kniebis. Strahlend blauer Himmel begrüßte mich und in der Ferne waren die Gipfel der Alpen zu sehen. Entlang der Schwarzwaldhochstraße ging's dann weiter zum Gleitschirmstartplatz Zuflucht. Hier eröffnete sich dann der grandiose Blick über das "Schaumbad".

Nur wenige Gipfel des Schwarzwaldes ragten heraus und in der Ferne sah man den Feldberg und die Vogesen mit dem Grand Ballon oder dem Mont St. Odilie. Der Westweg schlängelt sich an der Westseite der Bergkette entlang und eröffnet den sagenhaften Blick, der dank Orkan "Lothar" durch keinen Baum versperrt wird, auf das Spektakel. Der Weg ist breit genug um während der Fahrt einen Blick Richtung Nebelmeer zu werfen, ohne gleich ins nächste Gebüsch zu rauschen. Immer wieder laden Sitzbänke zum Genießen ein. Bis auf die Senke des Ruhesteins macht der Westweg keine großen Höhenunterschiede und bietet in bequemen Abständen Einkehrmöglichkeiten: Kniebis, Zuflucht, Schliffkopf, Ruhestein oder Mummelsee. Aber Achtung, die Nachfrage nach einer Schwarzwälder Kirschtorte und einem Café mit Vogesenblick ist hoch, auch unter der Woche. All zu viel sollte man sich aber nicht vornehmen, denn der Blick zieht einem in den Bann und lässt alles vergessen, was unter dem Nebel verborgen ist – über den Wolken ist die Freiheit eben grenzenlos!

Euer Infobaum-Blogger
Jaggi